Hochspannung beim Jugendtag: Heimsieg gegen Herten!

Eindrücke vom traditionellen Jugendtag in der Steinberghalle während des Spiels gegen die Hertener Löwen! (Klick für Download-PDF)

Hochspannung beim Jugendtag: Heimsieg gegen Herten!

16. 02. 2026

"Jugend forscht" war am Sonntag nicht nur auf der Tribüne, sondern auch auf dem Spielfeld das Motto in der Steinberghalle. Einerseits in der Halbzeitpause des ProB-Spiels zwischen dem SC Rist Wedel und den Hertener Löwen, als Andrea Koschek, die Vorsitzende des SC Rist, den Zuschauern alle Nachwuchsmannschaften des Vereins vorstellte, deren Spieler sich auf dem Parkett versammelt hatten. Aber auch während des Spiels, in dem der 19-Jährige Janne Müller als bester Punktesammler 21 Zähler zum 67:64 (39:32)-Sieg beisteuerte – und der erst 15-Jährige Danny Egbe zum Spieler der Partie gewählt wurde.

„Die Stimmung in der Halle war großartig – die zahlreichen Zuschauer haben uns überragend unterstützt“, sagte Rist-Trainer Hamed Attarbashi dankbar. Die Anhänger sorgten zusammen mit den Trommlern der Yalla Risters und den Cheerleadern der Wedel Satellites, die während der Auszeiten spektakuläre Auftritte hinlegten, für hervorragende Rahmenbedingungen. Und die Rister Korbjäger trugen das Ihre zu einer Begegnung bei, die dramatischer kaum hätte sein können: „Es herrschte Hochspannung bis zum Ende“, stellte Attarbashi fest.

Tomas Bjarkason sorgte für einen gelungenen Beginn der Hausherren. Denn der Schwede gewann nicht nur den Sprungball für sein Team, sondern erzielte mit einem krachenden Dunking auch die ersten beiden Punkte, als 48 Sekunden absolviert waren. Diese Führung baute Linus Hoffmann mit einem Korbleger und einem Freiwurf auf 5:0 aus, ehe auch die Gäste etwas Zählbares verbuchen konnten. Dass die Wedeler „wieder einmal richtig stark verteidigten“, so Attarbashi, war für den Trainer „die Grundlage“ dafür, dass sein Team fast durchgehend in Führung lag.

Sah es beim 30:22 (15. Minute) kurzzeitig danach aus, dass die Hausherren sich absetzen könnten, kämpften sich die Gäste schnell wieder heran. Dass das „Löwenrudel“ im dritten Abschnitt beim 48:44 (26.) das Ergebnis zwischenzeitlich zu seinen Gunsten drehen konnte, begründete Attarbashi mit „Konzentrationsmängeln“ bei seinen Schützlingen. „Die Hertener haben aus unseren Fehlern sehr schnell Kapital geschlagen“, lobte er den Gegner, der „unangenehm zu bespielen“ sei. „Aber“, das stellte der Coach zufrieden fest: „Wir haben uns schnell wieder gefangen und das Spiel dann relativ sicher nachhause gebracht.“

49:49 stand es vor dem letzten Viertel, in dem die Wedeler ab dem 52:51 (32.) durchgehend führten. 17 Sekunden vor Ultimo schmolz der Vorsprung auf einen Zähler zusammen (65:64). Mit zwei verwandelten Freiwürfen setzte Müller die Hertener fünf Sekunden vor dem Ende unter Zugzwang: Sie benötigten nun einen Dreier, um sich in die Verlängerung zu retten. Der Fernwurf von Löwen-Akteur Dario Fiorentino geriet zu lang; nach einer Auszeit von Attarbashi gab der Wedeler Lincoln Rosebush freistehend noch einen Distanzwurf ab, der aber ebenfalls nicht genau genug kam. So blieb es beim 67:64-Endstand, den die vielen Kinder und Jugendlichen ausgiebig bejubelten, bevor sie sich auf die Jagd nach Autogrammen begaben.

Kurios: Das Hinspiel am 13. Dezember 2025 in Herten hatte der SC Rist mit 58:61 verloren, sodass der bei Punktgleichheit entscheidende, direkte Vergleich mit einem Unentschieden endete. Anders, als etwa im Fußball oder Handball, zählen beim Basketball auswärts erzielte Punkte nicht mehr. Stattdessen ist der bessere Korbquotient aus allen Spielen das nächste Kriterium. Hier weisen die Hertener (1.503:1.450) mit 1,03 einen besseren Wert als die Wedeler (1.498:1.497) mit 1,0 auf. Um dies wettzumachen, müssten die Wedeler in ihren sechs noch offenen Saisonspielen im Schnitt ein um 8,67 Punkte besseres Ergebnis als die Westfalen erzielen.

„Jetzt ist erst einmal wichtig, dass wir gewonnen haben – für die Moral wie für die Tabelle“, betonte Attarbashi, dass er „noch nicht soweit denken will, ob beide Teams am Saisonende eventuell punktgleich sein werden“. Ein Sonderlob sprach er Müller aus: „Er fügt sich immer besser in unsere Gruppe ein und hat noch einen weiteren Schritt nach vorne gemacht.“ Insgesamt habe sein Team „überragend verteidigt“, so Attarbashi, der abschließend betonte: „Dass wir nur 64 Punkte des Gegners zugelassen haben, ist ein sensationeller Wert, der nur zu erreichen war, weil wir gemeinschaftlich stark in der Abwehr gearbeitet haben.“

(Punkte): Müller (21), Rosebush (14), Krause (13), Hoffmann (5), Bjarkason (4), Martin (4), Alegbe (4), Postic (2), Behrendt, Danny Egbe.
Viertel-Ergebnisse: 14:11, 25:24, 10:14, 18:15.

Text: Johannes Speckner, Foto: (c) Manningeaux (Auf dem Foto: Janne Müller)

 

Download: SCRist_Jugendtag_2026.pdf