Janne Müller war gegen seinen Ex-Club Topscorer mit 27 Punkten und 5 Rebounds.
08. 03. 2026
Das erste von zwei Heimspielen innerhalb von fünf Tagen ging verloren. Am Sonnabend unterlag der SC Rist Wedel den Dragons Rhöndorf mit 87:100 (41:48) und verpasste die Chance, einen großen Schritt in Richtung Play-Off-Teilnahme zu machen. Immerhin bleibt es, weil der Vorletzte RSV Eintracht Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf ebenfalls verlor (78:86 bei der Rostock Seawolves Academy), bei sechs Punkten Vorsprung auf die Abstiegszone.
Der Spieltag stand in der 2. Bundesliga ProA und ProB unter dem Motto „Support her game“ ganz im Fokus des Mädchen- und Damenbasketballs. Die Ex-Risterin Marianna Byvatov (20), die seit 2023 für den BC Marburg in der 1. Bundesliga spielt und im November 2025 erstmals in Deutschlands A-Nationalmannschaft berufen wurde, war zu Besuch und stand zahlreichen Mädchen, die im Rahmen des „Girlscamp“ in der Steinberghalle zu Gast waren, für Fragen zur Verfügung. Die Girlscamp-Teilnehmerinnen bastelten auch Plakate, mit denen sie die ProB-Profis anfeuerten.
Und die Partie begann gut für die Wedeler: Zwar verloren sie den Sprungball, doch Tomas Bjarkason eroberte das Spielgerät unter dem eigenen Korb zurück, ehe mit Danny Egbe der jüngste Spieler auf dem Parkett per Dreierwurf für eine 3:0-Führung sorgte. In der dritten Minute verletzte sich Gäste-Akteur Juhwan Harris Dyson bei einem Zusammenprall am Oberschenkel und konnte nicht mehr mitwirken. In der Folge gab es auf beiden Seiten viele Fouls uns daraus resultierend auch Spielunterbrechungen.
Positiv aus Sicht der Wedeler war, dass Janne Müller gegen seinen Ex-Klub immer wieder unwiderstehlich zum Korb zog. Und die Hausherren arbeiteten stark in der Deckung, sodass sie im ersten Viertel lediglich einen einzigen Dreierwurf der Gäste zuließen. Der Lohn dafür war, dass die Gelb-Grünen nach zehn zähen Minuten knapp mit 22:20 führten, wobei ein höherer Vorsprung bei einer besseren Chancenverwertung möglich gewesen wäre.
Im zweiten Viertel mussten die Rhöndorfer zwar einen weiteren verletzungsbedingten Ausfall – David Böning knickte um – verkraften, dafür trafen sie nun aber aus allen Lagen. Weil die Wedeler vor allem bei ihren Distanzwürfen ohne das nötige Zielwasser agierten, gerieten sie beim 30:36 erstmals mit sechs Punkten in Rückstand. Dieser wuchs in der Folge weiter an: Zur Pause hieß es 41:48, zahlreiche Ballverluste und sechs Minuten später drohte beim 51:69 gar ein Debakel.
Erfreulich war, dass die Wedeler, angeführt von Müller und Darren Egbe, sich mit aller Kraft gegen die drohende Niederlage stemmten. So betrieben sie nicht nur Ergebniskosmetik, sondern waren beim 72:75 (33.) wieder voll im Geschäft. Das Ergebnis und die Partie wieder komplett zu ihren Gunsten zu drehen, gelang den Ristern jedoch nicht. Angeführt von Josh Pettenò, spielten die „Drachen“ in der Schlussphase all ihre Erfahrung aus.
Zehn Sekunden vor Ultimo knackten sie durch zwei von Kenan Reinhart verwandelte Freiwürfe sogar noch die Hundert-Punkte-Marke, wodurch die im bisherigen Saisonverlauf so abwehrstarken Rister erstmals seit dem 28. September 2024 (65:104 gegen die Berlin Braves) wieder eine dreistellige Zahl an gegnerischen Punkten zuließen. Die schnelle Chance zur Wiedergutmachung bietet sich den Wedelern am Mittwoch, 11. März. Dann empfangen sie zum Nachholspiel die TSV Neustadt Temps Shooters (20 Uhr/Steinberghalle).
Schon in 3 Tagen geht es weiter im Nachholspiel gegen die TSV Neustadt temps Shooters! Mittwch, den 11.3. um 20:00 Uhr – seid dabei! Auch wenn es ein ungewohnter Spietag ist: After work-Basketball mit dann hoffentlich der Wiedergutmachung!
Punkte: Müller (27), Darren Egbe (19), Martin (10), Danny Egbe (8), Postic (7), Hoffmann (6), Bjarkason (5), Rosebush (3), Alegbe (2), Behrendt, Mellentin (n. e.), Steinig (n. e.)
Viertel-Ergebnisse: 22:20, 18:28, 21:24, 25:28.
Bericht: Johannes Speckner, Foto: (c) Manningeaux (auf dem Bild: Darren Egbe, der mit 19 Punkten sein bisher ertragreichstes Spiel in der ProB machte!)