Erst Aufholjagd, dann Abbruch...

Eindrücke vom Spieltag 25 gegen die TKS 49ers – mit bewegendem Abschied von den "Yalla Risters" und dem Spielabbruch durch defekte Korbanlage. Klick für PDF! Fotos: @shotsby.flo

Erst Aufholjagd, dann Abbruch...

22. 03. 2026

Früher als geplant endete für den SC Rist Wedel am Sonnabend das letzte Heimspiel der regulären Saison in der 2. Bundesliga ProB. Die Partie gegen den RSV Eintracht Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf (kurz „TKS 49‘ers“) musste kurz nach dem Beginn des zweiten Viertels abgebrochen werden. Der Grund dafür: Als Lincoln Rosebush die Gelb-Grünen nach einem Pass von Niklas Krause mit einem herrlichen Dunking mit 23:21 in Führung brachte, brach dabei nicht nur der Korb, sondern auch die Aufhängung der Korbanlage ging kaputt. Die Uhr wurde bei elf Minuten und acht Sekunden Spielzeit gestoppt.

„Dass ein Korb abbricht, habe ich schon häufiger erlebt – dann kann aber in der Regel ein neuer Korb angebracht und die Partie fortgesetzt werden“, erklärte Rist-Trainer Hamed Attarbashi. Da dieses Mal auch die Aufhängung betroffen war, war eine schnelle Reparatur jedoch nicht möglich. „Dafür muss an der Aufhängung des Ringes etwas repariert werden“, so Attarbashi.

Wie es die Spielordnung vorsieht, so stehen auch in der Steinberghalle ein Ersatzring und auch -spielbrett bereit, welche in kurzer Umbauzeit hätten erneuert werden können. Aber in diesem Fall waren diese beiden Teile nicht das Problem. Andrea Koschek, Vorsitzende des SC Rist, sagte alle für Sonntag angesetzten Spiele in der Steinberghalle kurzfristig ab. Am Montag wird sie mit der Spielleitung der 2. Bundesliga ProB sprechen und dann wird entschieden wie es weitergeht.

Zum Sportlichen: Attarbashi gab zu, dass Team die ersten vier Minuten „komplett verschlafen“ hätte. Acht Fehlwürfe – darunter zwei Freiwürfe –, vier Ballverluste und zwei Fouls der Wedeler auf der einen  sowie sechs erfolgreiche Abschlüsse der Gäste auf der anderen Seite ergaben einen O:12-Zwischenstand. „Dann waren wir endlich in der Partie angekommen, haben besser verteidigt und vorne schöne Spielzüge gezeigt“, lobte Attarbashi. Bis zum 11:21 (8. Minute) blieb es trotzdem bei einem zweistelligen Rückstand. Dann kamen die Rister, angeführt vom bärenstarken Janne Müller, ihrerseits zu einem 12:0-Lauf, der erst von der defekten Aufhängung gestoppt wurde.

„Danach herrschte eine ganz komische Stimmung in der Halle“, urteilte Attarbashi. Sentimental wurde es, als Kapitän Linus Hoffmann sowie die Rister Presse- und Marketingverantwortliche Britta Wien-Hansen zum Mikrofon griffen. Sie dankten den Yalla Risters, die am Sonnabend ihren letzten Auftritt als Fanclub der Wedeler Korbjäger hatten, für deren großartige Unterstützung in den letzten elf Jahren. Das Privatleben und zeitliche Faktoren waren ausschlaggebend für den nun beschlossenen Rückzug. Damit endet eine Ära – ebenfalls früher als geplant.

Punkte: Müller (12), Behrendt (3), Bjarkason (2), Krause (2), Martin (2), Rosebush (2), Alegbe, Danny Egbe, Darren Egbe, Hoffmann, Mellentin, Postic.
Viertel-Ergebnisse: 16:21, Abbruch.

Da wir noch nicht wissen, wie die Wertung des Spiels ausfällt, ist es noch nicht klar, wie unser Tabellenstand bezüglich der Playoffplätze ist. Sicher ist, dass wir nächses Wochenende nach Vechta fahren, und dort gewinnen wollen!

Bericht: Johannes Speckner, Fotos: shortsby.Flo (Auf dem Titelfoto: Lincoln Rosebush beim Dunking, der den Korb zerstörte...)

 

 

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