Trotz Sieg: Einzug in Playoffs verpasst!

Saisonende nach dem Sieg in Vechta: die Enttäuschung über die verpassten Playoffs ist sichtbar...

Trotz Sieg: Einzug in Playoffs verpasst!

30. 03. 2026

„Eine große Leere“ machte Trainer Hamed Attarbashi am späten Samstagabend bei sich, vor allem aber bei seinen Schützlingen aus: „Innerhalb von Sekunden war alles vorbei.“ Nach dem Ende ihres eigenen letzten regulären Saisonspiels, das sie mit 95:86 (44:47) beim SC Rasta Vechta II gewonnen hatten, hatten die Korbjäger des SC Rist Wedel via Handy das Parallelspiel zwischen den Dragons Rhöndorf und der Rostock Seawolves Academy, das länger ging, verfolgt. Auch, weil der Rostocker Chris Frazier fünf Sekunden vor Ultimo einen Dreierwurf vergab, gewannen die Rhöndorfer mit 81:79 (48:39) – und erreichten damit anstelle der Wedeler den achten Platz, der noch zur Teilnahme an den Play-Offs berechtigt.

Diese verpasst der SC Rist erstmals seit 2023 und erstmals unter Trainer Attarbashi, der urteilte: „Wir hatten genug Chancen, die Play-Off-Qualifikation aus eigener Kraft zu schaffen.“ Vor allem, weil sie am Donnerstagabend das Wiederholungsspiel gegen den bereits abgestiegenen RSV Eintracht 1949 Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf mit 73:94 (37:47) verloren hatten, waren die Gelb-Grünen am letzten Spieltag auf Schützenhilfe angewiesen. Die TSV Neustadt temps Shooters „lieferten“ und schlugen die Itzehoe Eagles mit 78:65 (47:42). Aber das Ergebnis aus Rhöndorf bedeutete das vorzeitige Saisonende für das Team vom Steinberg. „Das ist sehr schade. Wir sind Sportler und wollten unbedingt die Play-Offs erreichen“, betonte Attarbashi.

Immerhin gelang es den Wedelern, sich nach zuvor vier Niederlagen in Folge mit einem Sieg aus der Spielzeit zu verabschieden. Aber der abgeschlagene Tabellenletzte Rasta Vechta II, dessen sportlicher Abstieg schon seit Wochen besiegelt ist, wehrte sich nach Kräften. „Unser Gegner hat wieder gut getroffen – aber wir haben aus den Fehlern, die wir gegen die TKS 49‘ers gemacht haben, gelernt“, stellte Attarbashi zufrieden fest. Tatsächlich versenkten die Niedersachsen fast die Hälfte ihrer Dreierwürfe (16 von 35), die Wedeler dagegen nicht einmal jeden dritten (acht von 27). Dass sie trotzdem gewannen, begründete Attarbashi wie folgt: „Gegen Stahnsdorf waren wir in einigen Momenten nicht bereit – das war in Vechta besser, da waren wir vom Anfang bis zum Ende präsent.“

Ein Sonderlob verdiente sich Nelson Martin: War der Spielmacher in den vorherigen Partien mitunter abgetaucht, glänzte er im Rasta Dome mit zwölf Punkten und acht Assists. „Nelson hat die Bälle gut verteilt und starke Pässe gespielt“, sagte Attarbashi über Martin, der mit knapp 32 Minuten auch der Gäste-Akteur war, der die längste Zeit auf dem Feld stand. Attarbashi freute sich zudem darüber, dass er Danny Egbe (14 Minuten) und Paul Mellentin – knapp neun Minuten – ebenfalls reichlich Spielzeit gewähren konnte: „Ihnen gehört die Zukunft und jede Spielminute tut ihnen gut.“ Effektiv agierte dieses Mal auch Lincoln Rosebush, der mit 30 Punkten der beste Scorer war.

„Ich finde, dass wir insgesamt eine gute Reaktion auf unsere vorherige Negativserie gezeigt haben“, urteilte Attarbashi. Der neunte Tabellenplatz im Abschlussklassement sei, das betonte der Trainer, „auch keine totale Enttäuschung“. Der Klassenerhalt, der am Steinberg immer das erste Saisonziel ist, war zeitig sicher. „Und wir dürfen nicht vergessen, dass wir eine sehr, sehr junge Mannschaft haben, die Erfahrungen sammeln soll und Leistungsschwankungen unterliegt“, so Attarbashi. Abschließend nannte der Coach auch noch einen positiven Aspekt des vorzeitigen Saisonendes: „Gerade unsere jungen Spieler, denen auch noch die Belastung aus der NBBL beziehungsweise der JBBL und der 1. Regionalliga in den Knochen steckt, können jetzt regenerieren und früher in die Sommervorbereitung gehen.“ Schließlich gilt es, nach der großen Leere die Akkus wieder aufzuladen.

Punkte: Rosebush (30), Krause (18), Martin (12), Hoffmann (10), Darren Egbe (9), Bjarkason (8), Postic (4), Alegbe (2), Danny Egbe (2), Behrendt, Mellentin.
Viertel-Ergebnisse: 19:26, 28:18, 22:30, 17:21.

Bericht: Johnnes Speckner/Foto: (c) Manningeaux/BWH

Leider ist unsere ProB-Saison 2025/26 nun vorbei. Wir halte die Klasse, verpassen aber die Playoffs ganz knapp. Die Niederlage gegen die TKS 49ers am letzten Donnerstag wirkt trotz des finalen Sieges in Vechta immer noch nach.
Es war eine aufregende Saisn mit verschobenem Spiel, abgebrochenem Korb und einem bewegenden Abschied der Yalla Risters. Unser junges Team, das jüngste der ProB Nord, hat viel gelernt und immer alles gegeben.
Wir danken allen Spielern, den Coaches, dem gesamten Team drumherum. Und wir danken den Zuschauern und Fans für die Unterstützng in der Halle und allen ehrenamtlichen Spieltagshelfern, ohne euch könnten wir das alles nicht schaffen! Danke an alle aus dem Verein, die mithelfen!