Schlüsselspieler Niklas Krause bleibt!

18. 07. 2026

„Er kann unser Spiel alleine tragen“: Niklas Krause bleibt

Im Sommer 2024 hatte Niklas Krause nicht nur einen Zwei-Jahres-Vertrag beim SC Rist Wedel unterzeichnet, sondern auch ein Medizinstudium aufgenommen. In diesem hat er inzwischen vier Semester absolviert, was bedeutet, dass nun das Physikum ansteht: Die größte Zwischenprüfung während des Studiums, bei der die Kenntnisse in Anatomie, Biochemie, Naturwissenschaft und Physiologie abgefragt werden. „Trotz des großen Aufwands, den das Physikum mit sich bringt, hängt Niki bei uns noch eine Saison dran“, berichtete Christoph Roquette als Sportlicher Leiter des SC Rist, dass Krause seinen Vertrag am Steinberg bis zum Sommer 2027 verlängert hat.

„Darüber sind wir sehr glücklich“, sagte Roquette auch angesichts der Tatsache, dass mit Kapitän Linus Hoffmann eine andere, langjährige Führungsfigur den SC Rist in diesem Sommer verließ – ebenfalls wegen seines fortgeschrittenen Medizinstudiums. Krauses Ja-Wort könne „gar nicht hoch genug eingestuft werden“, sagte Roquette, der den 23-Jährigen als „einen absoluten Schlüsselspieler für uns“ und „einen der besten Point Guards in der ProB“ adelte. „Niki gibt uns Stabilität und Qualität, die unsere junge Mannschaft benötigt, um erfolgreich zu sein – er ist ein unumstrittener Leitungsträger bei uns, sein Mitwirken bedeutet für uns eine enorme Verstärkung“, urteilte der Sportchef.

Krause, der im Sommer 2023 nach einem Jahr in den USA bei der University of Incarnate Word Cardinals an die Elbe gekommen war, steht vor seiner vierten Saison im gelb-grünen Trikot. „Er kennt den Verein und die Mannschaft“, weiß Roquette, der zudem die „hohe Spielintelligenz“ des 1,98-Meter-Manns lobte: „Er kann seine Mitspieler einsetzen, weiß aber auch, wann er selbst zum Korb ziehen muss.“ In der vergangenen Saison kam Krause für die Wedeler in 22 Spielen in der 2. Bundesliga ProB im Schnitt auf mehr als 27 Einsatzminuten, 15,5 Punkte und 4,2 Assists. „Und wir haben gesehen, dass wir Probleme bekommen, wenn Niki nicht dabei ist“, befand Roquette angesichts der Tatsache, dass drei der vier Partien, in denen der Spielmacher fehlte, verloren gingen. „Wir brauchen ihn – er kann unser Spiel alleine tragen“, urteilte der Sportliche Leiter.

Vor Jahresfrist, als Krause zur „Halbzeit“ seines Zwei-Jahres-Vertrag via Klausel hätte aussteigen können, hatten beide Seiten gemeinsam beschlossen, den Aufwand für den Spielmacher dort, wo es möglich schien, zu reduzieren. „Allerdings haben wir anschließend auch zusammen festgestellt, dass es problematisch ist, wenn Niki nicht bei jedem Training und jedem Spiel dabei ist“, berichtete Roquette. Auch in Deutschlands dritthöchster Basketball-Liga sei „Konstanz im Spiel- und Trainingsbetrieb vonnöten“, weil „andernfalls die Eingespieltheit verloren gehen würde“. Deshalb sei für die Zukunft „vereinbart worden, dass wir eine maximale Konstanz erreichen wollen“, erklärte Roquette.

Der Sportliche Leiter versicherte: „Natürlich unterstützen wir Niki trotzdem nach Kräften bei seinem Studium und speziell, wenn er lernen muss – das haben wir beim SC Rist in der Vergangenheit immer schon gerne gemacht.“ Von seinen Fähigkeiten als Basketballer her könnte Krause „definitiv auch noch höherklassiger spielen“, ist Roquette überzeugt: „Er könnte bei jedem ProA-Team unterkommen und sicher auch bei einigen Bundesligisten.“ Dass Krause vor zwei Jahren beschloss, sein Studium aufzunehmen und parallel in der ProB zu spielen, sei aber „für ihn bisher und hoffentlich auch zukünftig ein guter Mittelweg“, so Roquette, der aus eigener Erfahrung weiß, dass es „anstrengend und fordernd ist, das Studium und den Profi-Sport zu vereinen.“ Nun hoffen alle Beteiligten, dass Krause sein drittes Jahr der Doppelbelastung gut meistern wird.

Text: Johannes Speckner, Foto: (c) Manningeaux