Eindrücke aus Münster in der Halle "Berg Fidel". (Fotos: Christina Pohler).
25. 10. 2026
Eine Nummer zu groß war über 40 Minuten gesehen der UBC Münster für den SC Rist Wedel. Mir 49:71 (28:25) verloren die Gelb-Grünen am Sonnabend ihr fünftes Saisonspiel in der 2. Bundesliga ProB bei den Westfalen, die vom September 2022 bis zum Mai dieses Jahres noch in der 2. Bundesliga ProA um Punkt gekämpft hatten. „Münster ist und bleibt ein ProA-Standort. Die 1.850 Fans haben für ein großartige Stimmung gesorgt, die Mannschaft ist bärenstark und einer der Aufstiegsfavoriten“, lobte Rist-Trainer Stanley Witt den Gegner ausdrücklich.
In der Sporthalle Berg Fidel starteten beide Teams mit einem echten Volltreffer in die Partie. Sowohl der erste Dreierwurf der Hausherren, abgegeben nach 20 Sekunden von Cosmo Grühn – mit insgesamt 15 Zählern der zweitbeste UBC-Punktesammler nach Adam Touray/21 –, als auch eine halbe Minute später der erste Versuch des Wedelers Aleksandar Postic aus der Distanz zappelten im Netz. Im ersten Viertel zogen die Münsteraner einmal bis auf neun Punkte davon (14:5/7. Minute), doch die Gäste ließen sich nicht abschütteln.
Im zweiten Abschnitt fanden die Wedeler auch auf zwei Sieben-Punkte-Rückstände (12:19/12. und 14:21/15.) die richtigen Antworten. „Wir haben in dieser Phase das, was wir uns vorgenommen hatten, gut umgesetzt“, urteilte Witt. Der Coach sah, dass seine Schützlinge „defensiv gut vorbereitet waren auf das, was uns erwartet hat“, und so „den Gegner immer wieder vor Probleme gestellt“ hätten. Der Lohn dafür war, dass die Gäste in der 18. Minute erstmals seit der Anfangsphase (5:3/2.) wieder in Front gingen: Tyson Leitao eroberte unter dem eigenen Korb einen Rebound und traf 19 Sekunden später auf der Gegenseite zum 23:21.
Diese Führung, die in der Spitze zweimal fünf Punkte betrug – beim 26:21 (19.) und beim 31:26 (22.) – behaupteten die Rister bis in den dritten Durchgang. In diesem leisteten sie sich dann allerdings „viel zu viele Fehler in Form von Fehlwürfen und Ballverlusten“, wie Witt zugab. In der Statistik standen für den Zeitraum von der 20. bis zur 30. Minute zehn Fehlwürfe, sieben Turnover und sieben Fouls von Rister Spielern in der Statistik. In ihr war zudem nachzulesen, dass die Wedeler über sechs Minuten lang punktlos blieben, wodurch aus der besagten 31:26-Führung ein 31:45-Rückstand wurde (27.). Und: Im dritten Abschnitt ließen die Wedeler so viele Münsteraner Punkte zu, wie im ersten und zweiten Viertel zusammen.
Dies ergab nach 30 Minuten ein Zwischenergebnis von 37:50. Gefragt, wie ein solcher Negativlauf erklärbar sei, entgegnete Witt: „Während wir uns vorne schwer getan haben, haben die Münsteraner irgendwann angefangen, konstant zu treffen – und dann kam auch noch die Halle dazu.“ Außerdem würde seine junge Mannschaft „nun einmal gewissen Schwankungen unterliegen“, so Witt, der feststellte: „Es gibt dann in so einer schlechten Phase oft ein, zwei Spieler, die sich als Leistungsträger und Retter hervortun wollen“ Dabei würden sie „natürlich nur gute Intentionen haben“, aber dann würde es „leider oft passieren, dass eine Mannschaft stagniert und den Ball nicht mehr so gut bewegt“.
Im letzten Viertel gelang es den Gästen nicht, das Ruder noch einmal herumzureißen. Der Münsteraner „Express“ steuerte einem souveränen Heimsieg entgegen und baute seinen Vorsprung in der Schlussphase immer weiter aus. „Am Ende ist das Ergebnis zu deutlich ausgefallen, und das tut uns weh“, haderte Witt. Zugleich kehrte er das Positive hervor: „Ich finde, dass wir uns gegen eine wirklich starke Mannschaft gut verkauft und gezeigt haben, dass wir auf diesem Niveau mithalten können.“ Speziell in der ersten Halbzeit hätten seine Schützlinge „verteidigt wie die Löwen“ und „wirklich alles in die Waagschale geworfen“.
Trotzdem konnten die Wedeler die erste Auswärtsniederlage nach saisonübergreifend drei Siegen in der Fremde nicht verhindern. Aber die Hoffnung ist groß, dass dafür am kommenden Sonnabend, 31. Oktober, gegen die ART Giants Düsseldorf der erste Heimsieg der Saison gelingt.
Bericht: Johannes Speckner, Foto: (c) Manningeaux (Titelfoto: Tyson Leitao beim Testspiel gegen Münster im September).
Nächstes Wochenende empfangen wir die ART Giants Düsseldorf – am 31.10. um 19:00 Uhr hoffen wir im Halloween-Heimspiel auf den ersten Heimsieg! Seid dabei!
Kommt in eurem Halloween-Kostüm in die Halle - der Eintritt bis 15 Jahre ist dann nur 1 Euro... und Süßes gibt es auch! Damit der Gegner "Saures" bekommt, braucht das Team viel Support!!
Jugendliche ab 16 Jahren zahlen als 4er-Gruppe zusammen nur 16 Euro... auch ohne Kostüm...Don't miss!
SC Rist Wedel (Punkte): Leitao (20), Darren Egbe (10), Meinberg (5), Krause (4), Martin (4), Postic (3), Mellentin (3), Cisse, Danny Egbe, Fatnassi, Lange, Steinig.
Viertel-Ergebnisse: 14:10, 11:18,25:9, 21:12.