An Halloween: 17-Punkte-Rückstand zum ersten Heimsieg gedreht!

Highlights vom 6. Spieltag: Heimsieg gegen Düsseldorf. (Klick für größere Ansicht.)

An Halloween: 17-Punkte-Rückstand zum ersten Heimsieg gedreht!

01. 11. 2026

Die Korbjäger des SC Rist Wedel agierten an Halloween zwar nie gruselig, aber lange Zeit glücklos. Dies ergab in der 28. Minute einen 17-Punkte-Rückstand (43:60) gegen die ART Giants Düsseldorf. Dann starteten die Gelb-Grünen so, wie schon drei Wochen zuvor gegen die EN Baskets Schwelm, eine Aufholjagd. Und diese war, anders als im vorherigen Heimspiel, von Erfolg gekrönt: Mit einem 75:73 (29:42) feierte der SC Rist seinen ersten Heimsieg. „Das ist ein sehr, sehr schönes Gefühl“, strahlte Stanley Witt, nachdem er erstmals als Rist-Trainer ein Pflichtspiel in der Steinberghalle gewonnen hatte: „Ich freue mich sehr für unsere Fans, die hoffentlich auch bei unseren nächsten Heimspielen wieder in die Halle kommen werden.“

Die Hausherren fanden passabel in die Partie hinein. Zwar verfehlte der erste Dreierwurf von Jamil Muttilib sein Ziel – aber der zweite, von Muttilib ebenfalls aus der Distanz abgegebene Versuch, zappelte im Korb. Nach anderthalb Minuten stand ein 5:2 auf der Anzeigetafel. Ein 11:10 (6. Minute) war dann allerdings vorerst die letzte Führung der Wedeler, denn in der Folge kippte das Momentum zugunsten der Düsseldorfer. „Sie haben echte Zocker in ihren Reihen, die zahlreiche Dreierwürfe aus dem Dribbling versenkt und uns immer wieder in Eins-gegen-Eins-Duellen vernascht haben“, hob Witt die hohe Qualität einiger Giants-Akteure hervor, gab aber auch zu: „Da sahen wir phasenweise nicht gut aus.“

So wuchs der Rückstand auf acht Punkte nach dem ersten Viertel und gar 13 Punkte zur Halbzeitpause an. Allzu hart ging der Coach jedoch nicht ins Gericht mit seinen Schützlingen, denn diese hätten sich „in einem erwartet schweren Spiel an das gehalten, was wir uns nach der vorherigen Niederlage in Münster vorgenommen hatten“. Die von Witt und seinem Assistenten Mario Schick gemachte Vorgabe lautete, mehr Ballbesitz zu haben, was auch gelang, aufgrund des fehlenden Wurfglücks zunächst aber nicht in etwas Zählbares umgesetzt werden konnte.

Was genau führte dazu, dass die Partie in der Schlussphase des dritten Abschnitts und endgültig dann im letzten Viertel wieder zugunsten der Hausherren kippte? „Es gab keine große Kabinenpredigt in der Halbzeit, keine Ansprache in der Viertelpause und auch keine Auszeit, in der ich in irgendeiner Form Pauken und Trompeten in Bewegung gesetzt hätte“, gab Witt ehrlich zu. Stattdessen erklärte er die gelungene Aufholjagd mit „dem Willen der Spieler“ und präzisierte: „Wir haben ein paar Balleroberungen in den richtigen Momenten gehabt – und dass wir überhaupt noch einmal herangekommen sind, haben wir vor allem der Unterstützung der Zuschauer zu verdanken.“

In einem an Dramatik kaum zu überbietenden Schlussviertel sorgte Nelson Martin mit einem „Dreier“ zum 67:67 erstmals wieder für einen ausgeglichenen Spielstand (34.). Tobias Lange war es vorbehalten, per Sprungwurf die Gelb-Grünen erstmals wieder in Front zu bringen (72:71/38.). Nicht nur deshalb, sondern vor allem aufgrund seiner körperlichen Präsenz bekam Lange „ein Sonderlob“ von Witt, der herausstellte: „Tobi ist heute mit einer Plus-18-Bilanz vom Feld gegangen.“ Auch Paul Mellentin, der wie Danny Egbe hart verteidigte und „im schwierigen dritten Viertel viele Bälle für uns gewonnen hat“, stach laut Witt aus einer starken Mannschaftsleistung noch heraus.

Der beste Rister Punktesammler war einmal mehr Muttilib. Der Importspieler war es auch, der anderthalb Minuten vor Ultimo per Korbleger auf 74:73 stellte. Mit starker Defensivarbeit sorgten die Wedeler dafür, dass in der Folge gleich drei Düsseldorfer Dreierwürfe nicht im Ziel landeten. Als noch acht Sekunden auf der Uhr waren, verwandelte Tyson Leitao einen von zwei Freiwürfen, womit er den Vorsprung auf 75:73 verdoppelte. In der Restspielzeit vergaben die ART Giants einen weiteren Dreier- und einen Zweierwurf, ehe die Schlusssirene ertönte und sich alle Rister in den Armen lagen. „Unsere Jungs haben einen großartigen Job gemacht und ich finde, dass wir aufgrund unserer Willensleistung am Ende auch verdient gewonnen haben“, freute sich Witt. 

Text: Johannes Speckner, Fotos: (c) Manningeaux (Auf dem Titelfoto: Jamil Muttilib)

SC Rist Wedel (Punkte): Muttilib (23), Martin (14), Leitao (13), Krause (11), Mellentin (5), Postic (4), Meinberg (3), Lange (2), Danny Egbe, Fatnassi.

Viertel-Ergebnisse: 16:24, 13:18, 21:19, 25:12.

Download: Highlights_Spieltag06_vsDuesseldorf.pdf