Informationsabend zur Zukunft der ProB mit Zahlen und klarem Bekenntnis

Der SC Rist Vorstand (Ralph Schrienbeck, Gernot Guzielski, Tabea Hansen, Andrea Koschek und Piotr Drabczyk) und die Sponsoring-Verantwortliche Britta Wien-Hansen bei der Info-Veranstaltung am 13. April. (V. li. n. re.) Foto: Jörg Frenzel

Informationsabend zur Zukunft der ProB mit Zahlen und klarem Bekenntnis

15. 04. 2026

Eine knappe Woche, nachdem der SC Rist Wedel mit dem im Raum stehenden Verzicht auf die 2. Bundesliga ProB für die kommende Saison an die Öffentlichkeit gegangen war, fand am Montagabend eine Informationsveranstaltung statt. Ihr wohnten im Foyer der Steinberghalle rund 50 Sponsoren und Mitglieder des Vereins sowie Interessierte bei.

Der Vorstand des Vereins um die Vorsitzende Andrea Koschek legten Zahlen offen, um die Lücke im Etat nachvollziehbar darzustellen. Demnach bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von 22.000 Euro. Dies resultiert daraus, dass im Jahr 2025 Strafgelder für die Beleuchtung, die bis zum April 2025 nicht die Anforderungen der 2. Bundesliga GmbH erfüllte, sowie Steuerberatungskosten anfielen, während die die Einnahmen durch weniger Zuschauer beim Eintritt und Cafeteria-Erlöse sowie auslaufende Sponsorenverträge sanken. Da in der ProB die Reise- und Schiedsrichter-Kosten weiter steigen, fehlen aktuell 41.000 Euro im Etat für die kommende ProB-Saison, sofern der SC Rist so, wie in der Vergangenheit üblich, zwei Profis aus dem Ausland verpflichten würde.

Positiv: Die anwesenden Sponsoren bekannten sich nach dem persönlichen Austausch klar zum SC Rist und sagten zu, den Verein ligaunabhängig auch in der kommenden Serie zu unterstützen. Die Rister Verantwortlichen und allen voran Britta Wien-Hansen, die neben ihrer Aufgabe als Team-Managerin für das Marketing und Sponsoring verantwortlich ist, führen aktuell Gespräche, um weitere Unterstützer für den Verein und eine Zukunft in der ProB zu finden.

Der Lizenzantrag für die kommende Saison in der ProB wird form- und fristgerecht bei der 2. Bundesliga GmbH eingereicht, wie Koschek betonte. Bis zum Sonnabend, 9. Mai, könnte der Antrag zurückgezogen werden, ohne dass der SC Rist eine Strafe zahlen oder sein Startrecht in der 1. oder 2. Regionalliga Nord verlieren würde. Als unter den Anwesenden ein Meinungsbild eingeholt wurde, votierte eine klare Mehrheit für einen Verbleib in der ProB.

Aus sportlicher Sicht nicht übersehen werden darf, dass es in der kommenden Spielzeit in Hamburg und Umgebung vier oder fünf Mannschaften geben wird, die in der 1. Regionalliga Nord antreten und um eine begrenzte Anzahl an Spielern konkurrieren. Es wäre kein Selbstläufer, ein schlagkräftiges Team zusammenzustellen für die 1. Regionalliga, zumal sie als vierthöchste Spielklasse Deutschlands in den vergangenen Jahren zunehmend professioneller wurde.

Bercht: Johannes Speckner, Foto: (c) Manningeaux