23. 05. 2026
Groß waren die Fußstapfen, in die Lincoln Rosebush im Sommer 2025 als Importspieler des SC Rist Wedel trat. Camron Reece hatte zwei Jahre lang nicht nur am Steinberg, sondern auch wiederholt beim Kooperationspartner Veolia Towers Hamburg überzeugt. „Uns allen war klar, dass wir mit Lincoln einen anderen Spielertypen verpflichten“, sagte Christoph Roquette rückblickend. Über Rosebushs Leistungen in der Saison 2025/2026 urteilt der Sportliche Leiter des SC Rist: „Er hat uns geholfen und eine überdurchschnittliche Saison gespielt, aber keine sehr gute.“ Dass die Zusammenarbeit nach nur einem Jahr enden würde, sei „für beide Seiten frühzeitig klar gewesen“, ergänzte Roquette.
Lincoln sei im Sommer 2025 „als spielstarker Center mit einem relativ guten Drei-Punkte-Wurf“ verpflichtet worden, erinnerte sich Roquette. Tatsächlich versenkte der Kanadier 36,6 Prozent seiner Dreierwürfe, was der Sportliche Leiter „eine relativ gute Quote“ nannte. Nicht so treffsicher war Rosebush bei seinen Würfen aus der Nahdistanz, von denen er lediglich 41,4 Prozent im Ziel unterbrachte. „Normal sind für einen Big Men rund 60 Prozent“, sagte Roquette, der „gewisse Leistungsschwankungen“ beim Kanadier ausmachte: „Mal hat er gut getroffen, mal ist er unter fünf Punkten geblieben.“
Insgesamt kam der Importspieler in der 2. Bundesliga ProB in 26 Einsätzen für den SC Rist auf 334 Punkte (Schnitt 12,9 pro Partie) und 204 Rebounds (7,8). „Wir dürfen bei seiner Bewertung nicht vergessen, dass die Saison für uns alle schwierig war“, gab Roquette zu bedenken. Er charakterisierte Rosebush als „introvertierten Spieler“, der „leider nie ganz ins Team hineingefunden“ habe. Bei den Veolia Towers konnte sich Rosebush nicht nachhaltig für Einsätze in der Bundesliga oder im Euro-Cup empfehlen.
Für Rosebush sei seine erste Saison in Deutschland „sehr lehrreich gewesen“, urteilte Roquette: „Er weiß, dass er noch an vielen Aspekten seines Spiels arbeiten muss – vor allem mental.“ Der Sportliche Leiter gab dem 26-Jährigen mit auf den Weg: „Er darf sich nicht von kleinsten Widrigkeiten unterkriegen und von Rückschlägen beeinflussen lassen, sondern muss seinen Mann stehen.“ Roquette steht nun vor der Aufgabe, „den nächsten Rohdiamanten zu suchen“, wie er selbst es ausdrückte: „Wir möchten für die kommende Saison einen Importspieler finden, der schon etwas Spezielles mitbringt, den wir aber auch noch weiterentwickeln können.“