Abschied von Jan-Christian Both!

Erfolgreicher Headcoach der WNBL: Jan-Both und sein Team! 2024 wurde er "Headcoach des Jahres"! (Klick für eine größere Ansicht!)

Abschied von Jan-Christian Both!

01. 06. 2026

Mehr Zeit für die Familie: Jan-Christian Both hört als Trainer auf

„Ihm gebührt unser höchster Respekt und ein großes Dankeschön dafür, was er in den letzten Jahren, vor allem aber im Frühjahr geleistet hat.“ Mit diesen Worten verabschiedete Andrea Koschek, 1. Vorsitzende des SC Rist, Jan-Christian Both, der mit dem Ende der Saison 2025/2026 als Trainer der 1. Damen und der U18-Juniorinnen aufgehört hat. „Meine Kinder werden älter, die Arbeit wird nicht weniger – deshalb möchte ich einfach mehr Zeit für meine Familie haben“, erklärte der 40-Jährige selbst seinen Abschied von der Trainerbank.

Seit dem September 2018 hat Both seine sportliche Heimat in der Steinberghalle. Damals war der 2,10 Meter große Centerspieler, nach vorherigen Stationen in Göttingen, Herten und Osnabrück, vom VfL Stade auf die andere Seite der Elbe gewechselt. Zwei Spielzeiten lang war er in der 2. Bundesliga ProB für die 1. Herren des SC Rist aktiv. Anschließend lief er für die 2. Herren in der 2. Regionalliga und in der Oberliga Hamburg auf, forcierte aber vor allem seine Trainerkarriere. Zunächst war Both Co-Trainer der U18-Juniorinnen, die er anschließend in der Weiblichen Nachwuchs-Bundesliga (WNBL) als Chefcoach betreute.

Both wurde "Trainer des Jahres 2023/24"!

Der größte Erfolg war 2024 nach dem ersten Platz in der Nordost-Staffel der Bundesliga der dritte Platz beim Top-Vier-Turnier um die Deutsche Meisterschaft. Im Anschluss wurde Both, der mit seinen Schützlingen sieben Siege in Folge gefeiert und insgesamt elf Spiele gewonnen hatte (bei nur vier Niederlagen), auch zum „WNBL-Trainer des Jahres“ gewählt. 2025 und 2026 schieden die Risterinnen im Play-Off-Viertelfinale beziehungsweise -Achtelfinale der WNBL aus.

Auch bei den 1. und 2. Rister Damen brachte Both sich verstärkt ein, wobei er zunächst als Co-Trainer fungierte. Als Jan-Ove Stukenburg im Januar ausschied, sei Both „sofort bereit gewesen, in die erste Reihe zu treten und noch mehr Verantwortung zu übernehmen“, lobte Koschek. Dies sei „angesichts des deutlich höheren Aufwands keine Selbstverständlichkeit gewesen“, betonte die Vorsitzende: „Damit hat er unseren Damen die Saison gerettet, wofür wir ihm, aber auch seiner Familie herzlich danken.“ Dass es im Frühjahr sportlich nicht wie gewünscht lief, sei „definitiv nicht Jans Schuld gewesen“, versicherte Koschek.

Nachträglich reichte der achte Platz in der 1. Regionalliga Nord zum Klassenerhalt, weil sich MTV/BG Wolfenbüttel in die 2. Regionalliga Nord zurückzieht. Both stand letztmals am 9. Mai bei den Rister Damen an der Seitenlinie, als das Halbfinale des Hamburger Pokals gegen den SC Alstertal-Langenhorn knapp mit 68:72 (31:32) verloren ging. „Das war schade – wir alle hätten ihm den Titelgewinn zum Abschied mehr als gegönnt“, beteuerte Koschek. Sie war von Both übrigens sehr zeitig informiert worden, wie seine Pläne aussehen: „Er hatte mir schon im Oktober 2025 mitgeteilt, dass das seine letzte Saison als Trainer wird“, erklärte Koschek, die für Boths Entscheidung, mehr Zeit für die Familie haben zu wollen, „vollstes Verständnis“ hat.

Jan bleibt dem Verein erhalten ...

Wer die 1. Damen und die U18-Juniorinnen des SC Rist, die auch in der kommenden Saison in der WNBL antreten werden, zukünftig trainiert, ist noch fraglich. „Wir haben die Stelle ausgeschrieben und führen aktuell Gespräche“, erklärte Koschek. Jan Christian Both, dessen Frau Karolin auf der Geschäftsstelle des SC Rist arbeitet, wird sich derweil nicht komplett vom Steinberg verabschieden: „Ich bin weiterhin als Schiedsrichter aktiv“, kündigte der 40-Jährige an, dass er dem Basketball wie dem Verein zumindest in dieser Funktion erhalten bleibt. Und sollte es ihn in den Fingern jucken, schlüpft Both vielleicht auch noch einmal selbst in das gelb-grüne Trikot.

Text: Johannes Speckner, Fotos: (c) Manningeaux

 

 

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