„Selbstbewusst ins zweite Jahr“: Aleksandar Postic bleibt

22. 06. 2026

Am 20. Juni 2025 war Aleksandar Postic der erste Neuzugang für die Saison 2025/2026, den die Verantwortlichen des SC Rist Wedel vermelden konnten. Ein Jahr später ist der Shooting Guard der erste Spieler des bestehenden Kaders, der seinen Vertrag für die kommende Serie verlängert hat. „Es war uns wichtig, mit Aleks weiterzumachen – und auch für ihn war es klar, dass wir zusammen in ein weiteres Jahr gehen“, erklärte Christoph Roquette, Sportlicher Leiter des SC Rist.

Das war bei Postics erstem Engagement am Steinberg noch anders gewesen. Nach nur einem Jahr, in dem der Flügelspieler für die Gelb-Grünen sechs Einsätze in der 2. Bundesliga ProB absolviert hatte (zehn Punkte), war er im Sommer 2019 zu den TSG Bergedorf Stargazers weitergezogen. Nach drei erfolgreichen Jahren beim VfL Stade und beachtlichen Werten in der Saison 2024/2025 in der 1. Regionalliga Nord – Punkteschnitt 15,6 und eine Dreierquote von 41,7 Prozent – war Postic mit großen Vorschusslorbeeren zum SC Rist zurückgekehrt.

„Wir hatten uns von ihm mehr Feuerkraft erhofft“, erinnerte sich Roquette. Dafür, dass Postic diesen Erwartungen speziell zu Beginn der Saison 2025/2026 nicht gerecht werden und nach sechs Spieltagen in der 2. Bundesliga ProB lediglich einen Punkteschnitt von 2,8 vorweisen konnte, gab es viele Gründe. „Generell war es für unsere Mannschaft eine schwierige Spielzeit“, sagte Roquette, „was sicher dazu beigetragen hat, dass Aleks nie sein volles Potential abrufen konnte.“ 

Trainer Hamed Attarbashi und er selbst hätten zudem im Herbst 2025 „festgestellt, dass Aleks sich selbst extrem großen Druck macht, seine sehr gute Regionalliga-Saison sofort auf dem ProB-Parkett bestätigen zu müssen“, ergänzte Roquette. Deshalb seien „einige Gespräche geführt worden, um Aleks den Druck zu nehmen – und dann musste irgendwann der Knoten platzen“, so der Sportliche Leiter. Tatsächlich steigerte sich der in Hamburg-Eißendorf lebende Shooting Guard im Saisonverlauf deutlich und kam am Ende immerhin auf einen Schnitt von 4,7 Punkten pro Partie.

„Aber in Aleks schlummert noch viel mehr – vor allem bei seinen Distanzwürfen ist noch reichlich Luft nach oben“, sagte Roquette mit Blick darauf, dass Postic im Rister Trikot bisher lediglich 24,2 Prozent seiner 66 Dreierwürfe versenkte. „Nun wollen wir gemeinsam mit Aleks daran arbeiten, dieses Potential aus ihm heraus zu kitzeln“, warf Roquette einen Blick in die Zukunft. Diese soll der 25-Jährige mit breiter Brust beschreiten, wie der Sportliche Leiter betonte: „Aleks hat allen Grund, selbstbewusst in das zweite Jahr bei uns zu gehen.“

Und der Flügelspieler, dessen Vater Ognjen als Basketballtrainer tätig ist, nimmt beim SC Rist inzwischen nicht nur auf dem Parkett, sondern auch daneben eine wichtige Rolle ein: „Sein Wort hat Gewicht“, versicherte Roquette, der sich Postic „auch aufgrund der  Altersstruktur unserer Mannschaft“ gut in einer Führungsrolle vorstellen kann: „Er soll diese Aufgabe aufgrund seiner Erfahrung und seines Charakters annehmen, ohne dass wir sie ihm aufbürden wollen.“

Text: Johannes Speckner, Fotos: (c) Manningeaux