21. 09. 2026
Kinder- und Jugendschutz beim SC Rist – Handeln statt Wegschauen
Kinder und Jugendliche sollen beim SC Rist mit Freude Basketball spielen, Gemeinschaft erleben, sich entwickeln und ihre eigenen Stärken entdecken können. Voraussetzung dafür ist ein Umfeld, in dem sie sich sicher, respektiert und ernst genommen fühlen. Kinder- und Jugendschutz ist deshalb für uns kein Randthema, sondern ein wichtiger Bestandteil unseres Vereinslebens und eine gemeinsame Verantwortung.
Seit 2017 engagiert sich der SC Rist aktiv für den Kinder- und Jugendschutz. Die damalige Qualifizierung erfolgte über die Sportjugend Schleswig-Holstein im Landessportverband. Im Mittelpunkt steht dabei eine Haltung, die für den Schutz von Kindern und Jugendlichen entscheidend ist: hinsehen, hinhören und handeln statt wegschauen. Es geht darum, aufmerksam zu sein, Grenzen zu respektieren, Veränderungen wahrzunehmen und bei Unsicherheiten oder möglichen Problemen nicht allein zu bleiben.
Mit Catharina Meyer und Nele Gleitsmann hat der SC Rist zwei feste Ansprechpartnerinnen für das Thema Kinder- und Jugendschutz. Sie sind Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche, Eltern, Coaches, Trainerinnen und Trainer sowie alle anderen Vereinsmitglieder. Dabei muss es nicht erst zu einem konkreten Vorfall kommen. Auch Fragen, Unsicherheiten, Beobachtungen, Anregungen oder Verbesserungsvorschläge rund um das Miteinander im Verein sind ausdrücklich willkommen. Manchmal hilft bereits ein vertrauliches Gespräch, um eine Situation besser einzuordnen oder gemeinsam die nächsten Schritte zu überlegen.
Unser Schutzkonzept: Orientierung und klare Regeln
Kinder- und Jugendschutz funktioniert nicht allein durch gute Absichten. Es braucht klare Strukturen, verbindliche Regeln und Menschen, die Verantwortung übernehmen. Deshalb hat der SC Rist sein bestehendes Kinder- und Jugendschutzkonzept im Sommer 2026 gemeinsam mit dem Vorstand und den verantwortlichen Ansprechpartnerinnen umfassend überprüft und weiterentwickelt.
Ein besonderer Schwerpunkt der Überarbeitung war der Schutz im digitalen Raum. Denn das Vereinsleben endet längst nicht mehr an der Sporthalle. Kommunikation findet heute selbstverständlich auch über Messenger, soziale Netzwerke und andere digitale Kanäle statt. Damit entstehen neue Möglichkeiten, aber auch neue Herausforderungen und Risiken. Unser aktualisiertes Konzept berücksichtigt deshalb neben dem klassischen Vereinsalltag auch den verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien.
Das neue Kinder- und Jugendschutzkonzept ist zum 1. September 2026 in Kraft getreten.
Es schafft Orientierung für viele Situationen, die Kindern, Jugendlichen, Eltern und Coaches im Vereinsalltag begegnen können – vom Training und Wettkampf über Fahrten und Übernachtungen bis hin zur Kommunikation und zum Umgang mit Fotos und Videos. Dabei geht es nicht darum, das Vereinsleben komplizierter zu machen oder Misstrauen zu schaffen. Im Gegenteil: Klare Regeln geben Sicherheit und helfen allen Beteiligten, Grenzen zu erkennen und professionell miteinander umzugehen.
Gemeinsam Verantwortung übernehmen
Guter Kinder- und Jugendschutz kann nur funktionieren, wenn wir ihn als gemeinsame Aufgabe verstehen. Der Verein schafft die Rahmenbedingungen und klare Ansprechpartner, Coaches und Trainerinnen und Trainer tragen Verantwortung für einen sicheren und respektvollen Umgang in ihren Teams – und auch Eltern und Familien können dazu beitragen, aufmerksam zu sein und miteinander im Gespräch zu bleiben.
Dabei gilt: Nicht jede schwierige oder ungewöhnliche Situation ist automatisch ein Fall für den Kinderschutz. Entscheidend ist, genau hinzusehen, zuzuhören und Unsicherheiten ernst zu nehmen. Niemand muss Situationen allein bewerten oder sofort eine Lösung kennen. Wichtig ist vielmehr, dass Beobachtungen angesprochen werden können und es im Verein Menschen gibt, an die man sich vertrauensvoll wenden kann.
Unser Ziel ist eine Kultur des Hinsehens, Hinhörens und Eingreifens. Dazu gehört auch, Kinder und Jugendliche in ihren Rechten und ihrer Selbstbestimmung zu stärken. Sie sollen wissen, dass ihre persönlichen Grenzen zählen, dass ein „Nein“ respektiert werden muss und dass sie sich Hilfe holen dürfen, wenn ihnen etwas unangenehm ist oder sie sich nicht sicher fühlen.
Sicher auf dem Spielfeld – und darüber hinaus
Basketball lebt von Teamgeist, Vertrauen und gegenseitigem Respekt. Genau diese Werte sollen auch für unseren gesamten Vereinsalltag gelten. Kinder und Jugendliche sollen beim SC Rist erleben, dass sie unabhängig von Alter, Leistungsniveau oder persönlicher Situation dazugehören und wertgeschätzt werden.
Mit dem überarbeiteten Schutzkonzept wollen wir dafür einen verlässlichen Rahmen schaffen. Es ist ein weiterer Baustein auf dem Weg zu einem Verein, in dem sich Kinder und Jugendliche sicher fühlen und in dem alle Erwachsenen ihre Verantwortung ernst nehmen.
Kinder- und Jugendschutz bedeutet für uns deshalb: aufmerksam sein, Grenzen respektieren, zuhören, Verantwortung übernehmen und handeln, wenn Handeln notwendig ist.
Interen Ansprechpartnerinnen: Catharina Meyer, Nele Gleitsmann: kinderschutz(at)scrist.de
Weitere Infos: hier auf der Seite unter Verein/Kinderschutz.
Der Vorstand, SC Rist Wedel e.V.
Wedel, den 1. September 2026
Download: SCR_KinderUndJugendschutz_abSept2026_HP.pdf